Krisenmanagement by Corona-Ampel

How to fail (epically)

Krisenmanagement ist in erster Linie umsetzen eines Krisenplans, basierend auf fundiertem Risikomanagement.

Daß Politiker mehr auf Maßnahmen setzen, die der Wiederwählbarkeit dienen und weniger auf Objektivität, zeigt sich in Krisenzeiten, wie diesen, überdeutlich.

Dennoch: es gibt Regeln des Krisenmanagements und der Krisenkommunikation, die keinesfalls ausser Acht gelassen werden dürfen.

Krisen entwickeln sich stetig und haben einen ambivalenten Ausgang, d.h. sie können sich zum Besseren oder Schlechteren wenden. Krisen entstehen aus bekannten oder unbekannten (die typischen schwarzen Schwäne) Risiken.

Sobald Risiken erkannt sind oder vermutet werden, sind die sich potentiell daraus entwickelnden Krisen zwingend den Betroffenen, in diesem Fall der Bevölkerung, dem Souverän, zu kommunizieren.

Ebenso sind wesentliche Veränderungen, welche zu einer relevanten Veränderung der Situation führen, zeitnahe bekannt zu machen.

Für die als Allheilmittel gepriesen Corona-Ampel bedeutet dies Folgendes:

  • Die der Entscheidungsfindung zu Grunde liegenden Risiken sind zu definieren und zu kommunizieren
  • Die Risiken sind hinsichtlich der Schwere und der Eintrittshäufigkeit zu bewerten, z.B durch eine risk assessment matrix (Severity and Probability, Schwere und Eintrittswahrscheinlichkeit), Die Bewertung ist zu kommunizieren.
  • Die Phasen eines Krisenplanes (in diesem Fall Ampelfarben) sind hinsichtlich der zu Grunde liegenden eingetretenen Risiken zu definieren und diese Entscheidungsgrundlage ist zu kommunizieren. Also einfach, warum hat die Ampel zu welcher Zeit welche Farbe?
  • Die aus der Phase des Krisenplans (Ampelfarbe) resultierenden Maßnahmen sind bereits VORAB fetzulegen und zu kommunizieren.
  • Nach Einleitung der Maßnahmen sind diese laufend zu (re-) evaluieren und anzupassen.

Und schlussendlich: nur verstandene und verständliche Maßnahmen werden befolgt, ALSO

Kommunizieren, kommunizieren!